Tiergesundheit

Aeromonas Hydrophila (Motile Aeromonad Disease)

Aeromonas Hydrophila (Motile Aeromonad Disease)



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Aeromonas hydrophila Komplex ist wahrscheinlich der am häufigsten vorkommende bakterielle Erreger von Süßwasserfischen. Diese Bakterien sind beweglich (in der Lage sich zu bewegen) und mehrere verschiedene Arten können für die Motile Aeromonad Disease (MAD) verantwortlich sein. Zusätzlich zu A. hydrophilaBakterien, die an MAD beteiligt waren, umfassen A. sobria, A. caviae, und A. veronii. Dies sind allgegenwärtige (fast überall vorkommende) Organismen und opportunistische Krankheitserreger, die gestresste und immungeschwächte Fische ausnutzen. Umweltbelastungen wie Gedränge, extreme Temperaturen, schlechte Ernährung und Transport können dazu führen, dass Fische zu MAD gelangen.

Worauf zu achten ist

Neuerwerbungen im Teich oder Aquarium sind ein häufiger Befund in der Krankengeschichte. Betroffene Fische können bei körperlicher Untersuchung Folgendes aufweisen:

  • Bereiche der Petechiation (punktuelle Blutflecken) und Blutung (Blutung)
  • Blähungen
  • Exophthalmie (Pop-Eye-Syndrom)
  • Engagierte Kiemenlamellen (geschwollene Kiemen)
  • Haut und Schuppen ablösen

    Systemische Fälle führen häufig zu einer hämorrhagischen Septikämie (Bakterien, die sich im Blutkreislauf vermehren), die zu Entzündungen und Nekrosen (Zelltod) des Magen-Darm-Trakts, der Nieren, der Muskeln und der Milz führt.

    Tierärztliche Versorgung

    Ihr Tierarzt kann Ihnen bei der Diagnose von MAD behilflich sein. Es ist jedoch schwierig, diese Krankheit zu bestätigen, da häufig Kulturproben kontaminiert werden. Das beste zu kultivierende Gewebe ist die Schwanzniere. Wenn möglich, sollten mehrere Fische entnommen werden, um die Diagnose zu bestätigen.

    Klinische Symptome in Kombination mit dem Vorhandensein beweglicher Aeromonaden in Gewebeproben sind für eine vorläufige Diagnose und Behandlung in der Regel zufriedenstellend.

    Differentialdiagnosen umfassen Aeromonas Salmonicida (Furunkulose), Trauma und Mykobakteriose.

    Wenn eine systemische Erkrankung vorliegt, ist die Prognose im Allgemeinen schlecht. Fische in den frühen Stadien der Infektion können positiv auf Antibiotika-Behandlung und Umweltveränderungen reagieren.

    Heimpflege

    Sie sollten alle zugrunde liegenden Umweltprobleme beheben, die zu einer Belastung des Fisches führen können. Isolieren und entfernen Sie nach Möglichkeit alle klinisch infizierten Personen.

    Bei Verdacht auf MAD sollte unverzüglich mit der Behandlung mit Breitbandantibiotika begonnen werden. Antibiotika der Wahl umfassen Enrofloxacin, Trimethoprim-Sulfamethoxazol und Amikacin. Sie sollten diese und andere Antibiotika nur unter Anleitung und Aufsicht eines zugelassenen Tierarztes verwenden, der Ihre Fische untersucht hat.

    Vorsorge

    Die beste Möglichkeit, MAD zu verhindern, besteht darin, neue Aquarienteichfische für mindestens einen Monat in Quarantäne zu stellen. Diese Praxis sollte zumindest infizierte Fische identifizieren, bevor sie die Chance haben, die bakterielle Krankheit auf Ihre etablierte Fischpopulation zu übertragen.

    Weitere wichtige vorbeugende Maßnahmen sind die Aufrechterhaltung einer hervorragenden Wasserqualität, häufige Wasserwechsel (mindestens 25% pro Monat), die Vermeidung einer Überfüllung des Wassersystems sowie die Aufrechterhaltung gleichmäßiger Temperaturen und einer ausreichenden Luftzufuhr.